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  • Es war uns ein Fest!

    Es war uns ein Fest!

    Beim Drubbel Frühlingsfest gab es viele Meilensteine zu feiern – der DANK geht an alle Unterstützer*innen.

    Am vergangenen Samstag war Drubbel-Time im Begegnungszentrum an der Meerwiese – wir hatten unsere Unterstützer*innen und jene, die es noch werden möchten, zum Frühlingsfest eingeladen. Und in diesem Jahr hatten wir wirklich viel zu feiern. Denn nach nun schon 3 Jahren Vorarbeit halten wir seit dem 9. Februar offiziell die Baugenehmigung des Bauordnungsamtes der Stadt Münster in Händen. Auch unsere Genossenschaft ist mittlerweile offiziell beim Amtsregister Münster eingetragen, unser Antrag auf Förderung bei der Stadt Münster wurde mit fast 280.000 € zumindest mündlich positiv beschieden und die Ingenieursleistungen für unser Holzständerhaus in Modulbauweise sind seit Kurzem ebenfalls beauftragt.
    Alles Schritte, die zeigen: Unser gemeinschaftliches Wohnprojekt wird konkret.

    Dank an unseren Unterstützer*innenkreis

    Unser Wohnprojekt kann nur Realität werden, wenn wir viele Menschen zu Kompliz*innen machen, die den Drubbel mit Direktkrediten oder Spenden unterstützen. Und genau bei diesem Kreis der Unterstützer*innen wollten wir uns mit einem Frühlingsfest bedanken. Ein riesiges Dankeschön ging deshalb erst einmal an alle Gäste – ausgesprochen von Annalena und Stefan, unseren Vorstandsvorsitzenden. Was wir alles geschafft haben und welche Meilensteine jetzt schon hinter uns liegen, erzählten die beiden während der offiziellen Begrüßung. Wer mehr dazu wissen wollte, konnte den Zeitstrahl von Drubbel-Mitglied Lisa entlangschreiten. Auf etwa 3 Metern Länge zeigte das selbst gefertigte 3D-Modell unsere Meilensteine, Herausforderungen, Glücksmomente und Nerven-Zerreiß-Proben.

    Worldcafé – so lässt sich der Drubbel prima kennenlernen

    Nach der offiziellen Begrüßung und Genuss des Kuchenbuffets ging es anschließend zum gemeinsamen Worldcafé: An fünf Thementischen konnten sich die Gäste intensiv mit verschiedenen Aspekten des Projekts auseinandersetzen. Die Themen reichten von unserer Organisationsform der Soziokratie über ökologisches Bauen bis hin zur Darstellung unseres Finanzierungsmodells, das neben Krediten und Fördergeldern eben auch einen Anteil Eigenleistungen beinhaltet. Den wir allerdings nur stemmen können, wenn uns viele Menschen unterstützen. Am Tisch „Gemeinschaftsbildung“ war zu erfahren, wieso der Drubbel so eine lebendige, vielfältige und äußerst produktiv arbeitende Gruppe ist, die schon lange vor dem Einzugstermin im Herbst 2027 zu einer echten Gemeinschaft herangereift ist. Und auch die Drubbel-Kinder hatten einen eigenen Thementisch aufgebaut. So hatten interessierte Gäste Gelegenheit, verschiedene Aspekte unseres Projekts kennenzulernen und konkrete Fragen zu stellen.

    Der Tag klang schließlich in geselliger Runde bei einem gemeinsamen Glas Sekt und vielen weiteren Gesprächen aus.

    Das nächste Fest steht übrigens schon „ins Haus“: Herzlich willkommen zum Spatenstich heißt es im Frühsommer. Spaten stehen schon bereit 😊, sodass wir auf dem Baugelände am Rainer-Plein-Weg im Stadtteil Rumphorst uns bald alle wieder sehen. Genaues Datum teilen wir rechtzeitig mit.

  • Vom Plan zum Haus

    Vom Plan zum Haus

    Im Jahresrückblick oder auch in unserem letzten Radiobeitrag konntet ihr einen Einblick darin gewinnen, auf wie vielen verschiedenen Ebenen unsere Vorbereitungen für den Bau unseres Gemeinschaftshauses laufen. Nun beginnt für uns eine Phase, in der vieles, woran wir lange gedacht und geplant haben, immer greifbarer wird. 2026 wird für uns das Jahr, in dem aus Planung Bau wird!

    Gleichzeitig stecken wir weiterhin mitten in den Details: Viele Entscheidungen entstehen gerade erst, werden verworfen und neu gedacht. Dazu gehören ganz praktische Fragen des Alltags – etwa, wie und wo wir unsere Wäsche trocknen oder wie die Gemeinschaftsbereiche genau genutzt werden sollen. All das gehört für uns zu diesem Übergang: vom Konzept zum konkreten Haus. Einige von euch fragen sich vielleicht: Wie soll der Drubbel eigentlich konkret aussehen? Wo findet gemeinschaftliches Leben statt – und wie unterscheidet sich das Haus von einem „normalen“ Mehrfamilienhaus?

    Eine Zeichnung des geplanten Drubbel Hauses. Das Haus wird als Ansicht von der Straße her gezeigt. Der Blick fällt auf die Nord-Ost Ecke des 4-stöckigen Gebäudes. Die oberste Etage ist gegenüber den anderen etwas eingerückt und daher kleiner. Die der Straße zugewandte Fassade ist im typischen Drubbel-Blau gehalten. Die längere Vorderseite, die sich in das Grundstück hinein erstreckt, trägt das Drubbel-Grün. Etwa auf halber Länge ragt das Treppenhaus mit dem Hauseingang aus der Fassade hervor. Die oberste Etage, das Treppenhaus und ein Teil der untersten Etage tragen hellbraune, horizontal angebrachte Holzpaneele.

    Ein Blick ins Haus: Grundrisse, Gemeinschaft und neue Klarheit

    In den vergangenen Monaten hat sich an den Grundrissen noch einmal viel bewegt. In enger Abstimmung mit Fachleuten, Behörden und untereinander haben wir nachgeschärft, verschoben, neu gedacht – immer mit der gleichen Leitfrage: Wie wollen wir zusammen leben, und wie kann die Architektur des Hauses das unterstützen?

    Entstanden ist ein Haus, das bewusst mehr ist als eine Sammlung einzelner Wohnungen. Gemeinschaft findet bei uns nicht „irgendwo nebenbei“ statt, sondern ist räumlich mitgedacht und gut sichtbar. Schon von außen wird das deutlich: Die gemeinschaftlich genutzten Bereiche sind durch Holzfassaden markiert und geben dem Gebäude einen eigenen Charakter – als architektonisches Zeichen dafür, dass hier mehr passiert als Wohnen hinter Wohnungstüren.

    Eine Luftaufnahme schräg auf das Baugrundstück zeigt ein am Computer erstelltes 3D-Modell des geplanten Hauses. Zu sehen sind die Nordseite, sowie die der Straße zugewandte Ostseite des Gebäudes. Drei Etagen und ein in der Breite (Ost-West) leicht eingerücktes Staffelgeschoss sind zu sehen. Etwa in der Mitte ragt aus der Nordeite das Treppenhaus ein Stück weit hervor. Die Fassade ist in einem hellen beige gehalten. Staffelgeschoss und Treppenhaus sind von der übrigen Fassade farblich in grau abgehoben – ebenso die Nordost-Ecke des Erdgeschosses. Die durch das eingerückte Staffelgeschoss frei gewordene Fläche ist in einem hellen braun gehalten und wird durch eine halbhohe Mauerkrone gesäumt. Es entsteht der Eindruck einer Art Dachterrasse. Die eigentliche Dachfläche zeigt ein blasses grün, das eine Art Dachbegrünung anzudeuten scheint.

    Im Inneren setzen wir auf ein klares Prinzip: private Rückzugsräume, ergänzt durch großzügige, vielfältig nutzbare Gemeinschaftsflächen. Diese sind über das ganze Haus verteilt und erfüllen unterschiedliche Funktionen. Im Erdgeschoss entstehen Räume für Alltag, Begegnung und Öffnung ins Viertel – vom gemeinschaftlichen Wohnzimmer über Kreativ- und Gästeräume bis hin zum Infrastrukturraum, der auch für Nachbar*innen zugänglich sein wird. Hier soll gekocht, diskutiert, gefeiert und gemeinsam Zeit verbracht werden.
    Das Staffelgeschoss bietet ein Büro, eine weitere große Gemeinschaftsküche und Zugang zur Dachterrasse. Der Keller wiederum ist weit mehr als reine Abstellfläche: gemeinschaftliche Waschräume, Lagermöglichkeiten, ein Multifunktionsraum („Toberaum“) für Kinder und weitere Flächen für gemeinsame Aktivitäten (Musik, Yoga, Werkstatt …). Selbst bei Fluren und Treppenhäusern fragen wir uns: Wie müssen die gestaltet sein, damit sie dazu einladen, auf einen Plausch stehenzubleiben?

    All das folgt einer klaren Haltung: Wir wollen Ressourcen teilen, Flächen sinnvoll nutzen und Räume schaffen, die sich mit den Menschen und ihren Lebensphasen verändern können.

    Gemeinschaft, die über das Haus hinaus geht: Wege, den Drubbel dabei zu unterstützen

    Der gemeinschaftliche Gedanke soll auch über die Hausgemeinschaft hinaus wirken. Wir wollen mit dem Viertel, Interessierten und Unterstützenden im Austausch sein und gemeinsam mit ihnen wachsen. Immer mehr Weichen sind für die Realisierung des Hauses in Richtung Zielgerade und dem legendären Spatenstich gestellt. Auch in dieser Phase und darüber hinaus sind wir auf der Suche nach Direktkreditgeber*innen oder investierenden Mitgliedern, um unser Projekt durch dieses Netzwerk auch in Zukunft auf ein solides und gemeinschaftliches Fundament stellen zu können. Aber nicht jede Form der Unterstützung hat mit Geld zu tun – und das ist uns sehr wichtig! Wenn ihr selbst kein Geld verleihen könnt – oder das bereits getan habt – helft ihr uns enorm, indem ihr von uns erzählt. Ebenso freuen wir uns über eure Ideen, kritischen Fragen, Impulse und konkreten Fähigkeiten – ob kreative Beiträge, organisatorisches Know-how, handwerkliche Erfahrung oder Lust, Dinge mitzugestalten. Und sobald es Richtung Baubeginn geht (hoffentlich ab dem Sommer), wird auch ganz praktische Unterstützung auf der Baustelle willkommen sein! Wolltet ihr vielleicht immer schon mal eine Trockenwand stellen?

    Wer Lust hat, uns persönlicher kennenzulernen, ist herzlich zu unseren Stammtischen eingeladen oder kann jederzeit ein individuelles Gespräch mit uns vereinbaren.