Autor: admin

  • Es war uns ein Fest!

    Es war uns ein Fest!

    Beim Drubbel Frühlingsfest gab es viele Meilensteine zu feiern – der DANK geht an alle Unterstützer*innen.

    Am vergangenen Samstag war Drubbel-Time im Begegnungszentrum an der Meerwiese – wir hatten unsere Unterstützer*innen und jene, die es noch werden möchten, zum Frühlingsfest eingeladen. Und in diesem Jahr hatten wir wirklich viel zu feiern. Denn nach nun schon 3 Jahren Vorarbeit halten wir seit dem 9. Februar offiziell die Baugenehmigung des Bauordnungsamtes der Stadt Münster in Händen. Auch unsere Genossenschaft ist mittlerweile offiziell beim Amtsregister Münster eingetragen, unser Antrag auf Förderung bei der Stadt Münster wurde mit fast 280.000 € zumindest mündlich positiv beschieden und die Ingenieursleistungen für unser Holzständerhaus in Modulbauweise sind seit Kurzem ebenfalls beauftragt.
    Alles Schritte, die zeigen: Unser gemeinschaftliches Wohnprojekt wird konkret.

    Dank an unseren Unterstützer*innenkreis

    Unser Wohnprojekt kann nur Realität werden, wenn wir viele Menschen zu Kompliz*innen machen, die den Drubbel mit Direktkrediten oder Spenden unterstützen. Und genau bei diesem Kreis der Unterstützer*innen wollten wir uns mit einem Frühlingsfest bedanken. Ein riesiges Dankeschön ging deshalb erst einmal an alle Gäste – ausgesprochen von Annalena und Stefan, unseren Vorstandsvorsitzenden. Was wir alles geschafft haben und welche Meilensteine jetzt schon hinter uns liegen, erzählten die beiden während der offiziellen Begrüßung. Wer mehr dazu wissen wollte, konnte den Zeitstrahl von Drubbel-Mitglied Lisa entlangschreiten. Auf etwa 3 Metern Länge zeigte das selbst gefertigte 3D-Modell unsere Meilensteine, Herausforderungen, Glücksmomente und Nerven-Zerreiß-Proben.

    Worldcafé – so lässt sich der Drubbel prima kennenlernen

    Nach der offiziellen Begrüßung und Genuss des Kuchenbuffets ging es anschließend zum gemeinsamen Worldcafé: An fünf Thementischen konnten sich die Gäste intensiv mit verschiedenen Aspekten des Projekts auseinandersetzen. Die Themen reichten von unserer Organisationsform der Soziokratie über ökologisches Bauen bis hin zur Darstellung unseres Finanzierungsmodells, das neben Krediten und Fördergeldern eben auch einen Anteil Eigenleistungen beinhaltet. Den wir allerdings nur stemmen können, wenn uns viele Menschen unterstützen. Am Tisch „Gemeinschaftsbildung“ war zu erfahren, wieso der Drubbel so eine lebendige, vielfältige und äußerst produktiv arbeitende Gruppe ist, die schon lange vor dem Einzugstermin im Herbst 2027 zu einer echten Gemeinschaft herangereift ist. Und auch die Drubbel-Kinder hatten einen eigenen Thementisch aufgebaut. So hatten interessierte Gäste Gelegenheit, verschiedene Aspekte unseres Projekts kennenzulernen und konkrete Fragen zu stellen.

    Der Tag klang schließlich in geselliger Runde bei einem gemeinsamen Glas Sekt und vielen weiteren Gesprächen aus.

    Das nächste Fest steht übrigens schon „ins Haus“: Herzlich willkommen zum Spatenstich heißt es im Frühsommer. Spaten stehen schon bereit 😊, sodass wir auf dem Baugelände am Rainer-Plein-Weg im Stadtteil Rumphorst uns bald alle wieder sehen. Genaues Datum teilen wir rechtzeitig mit.

  • Vom Plan zum Haus

    Vom Plan zum Haus

    Im Jahresrückblick oder auch in unserem letzten Radiobeitrag konntet ihr einen Einblick darin gewinnen, auf wie vielen verschiedenen Ebenen unsere Vorbereitungen für den Bau unseres Gemeinschaftshauses laufen. Nun beginnt für uns eine Phase, in der vieles, woran wir lange gedacht und geplant haben, immer greifbarer wird. 2026 wird für uns das Jahr, in dem aus Planung Bau wird!

    Gleichzeitig stecken wir weiterhin mitten in den Details: Viele Entscheidungen entstehen gerade erst, werden verworfen und neu gedacht. Dazu gehören ganz praktische Fragen des Alltags – etwa, wie und wo wir unsere Wäsche trocknen oder wie die Gemeinschaftsbereiche genau genutzt werden sollen. All das gehört für uns zu diesem Übergang: vom Konzept zum konkreten Haus. Einige von euch fragen sich vielleicht: Wie soll der Drubbel eigentlich konkret aussehen? Wo findet gemeinschaftliches Leben statt – und wie unterscheidet sich das Haus von einem „normalen“ Mehrfamilienhaus?

    Eine Zeichnung des geplanten Drubbel Hauses. Das Haus wird als Ansicht von der Straße her gezeigt. Der Blick fällt auf die Nord-Ost Ecke des 4-stöckigen Gebäudes. Die oberste Etage ist gegenüber den anderen etwas eingerückt und daher kleiner. Die der Straße zugewandte Fassade ist im typischen Drubbel-Blau gehalten. Die längere Vorderseite, die sich in das Grundstück hinein erstreckt, trägt das Drubbel-Grün. Etwa auf halber Länge ragt das Treppenhaus mit dem Hauseingang aus der Fassade hervor. Die oberste Etage, das Treppenhaus und ein Teil der untersten Etage tragen hellbraune, horizontal angebrachte Holzpaneele.

    Ein Blick ins Haus: Grundrisse, Gemeinschaft und neue Klarheit

    In den vergangenen Monaten hat sich an den Grundrissen noch einmal viel bewegt. In enger Abstimmung mit Fachleuten, Behörden und untereinander haben wir nachgeschärft, verschoben, neu gedacht – immer mit der gleichen Leitfrage: Wie wollen wir zusammen leben, und wie kann die Architektur des Hauses das unterstützen?

    Entstanden ist ein Haus, das bewusst mehr ist als eine Sammlung einzelner Wohnungen. Gemeinschaft findet bei uns nicht „irgendwo nebenbei“ statt, sondern ist räumlich mitgedacht und gut sichtbar. Schon von außen wird das deutlich: Die gemeinschaftlich genutzten Bereiche sind durch Holzfassaden markiert und geben dem Gebäude einen eigenen Charakter – als architektonisches Zeichen dafür, dass hier mehr passiert als Wohnen hinter Wohnungstüren.

    Eine Luftaufnahme schräg auf das Baugrundstück zeigt ein am Computer erstelltes 3D-Modell des geplanten Hauses. Zu sehen sind die Nordseite, sowie die der Straße zugewandte Ostseite des Gebäudes. Drei Etagen und ein in der Breite (Ost-West) leicht eingerücktes Staffelgeschoss sind zu sehen. Etwa in der Mitte ragt aus der Nordeite das Treppenhaus ein Stück weit hervor. Die Fassade ist in einem hellen beige gehalten. Staffelgeschoss und Treppenhaus sind von der übrigen Fassade farblich in grau abgehoben – ebenso die Nordost-Ecke des Erdgeschosses. Die durch das eingerückte Staffelgeschoss frei gewordene Fläche ist in einem hellen braun gehalten und wird durch eine halbhohe Mauerkrone gesäumt. Es entsteht der Eindruck einer Art Dachterrasse. Die eigentliche Dachfläche zeigt ein blasses grün, das eine Art Dachbegrünung anzudeuten scheint.

    Im Inneren setzen wir auf ein klares Prinzip: private Rückzugsräume, ergänzt durch großzügige, vielfältig nutzbare Gemeinschaftsflächen. Diese sind über das ganze Haus verteilt und erfüllen unterschiedliche Funktionen. Im Erdgeschoss entstehen Räume für Alltag, Begegnung und Öffnung ins Viertel – vom gemeinschaftlichen Wohnzimmer über Kreativ- und Gästeräume bis hin zum Infrastrukturraum, der auch für Nachbar*innen zugänglich sein wird. Hier soll gekocht, diskutiert, gefeiert und gemeinsam Zeit verbracht werden.
    Das Staffelgeschoss bietet ein Büro, eine weitere große Gemeinschaftsküche und Zugang zur Dachterrasse. Der Keller wiederum ist weit mehr als reine Abstellfläche: gemeinschaftliche Waschräume, Lagermöglichkeiten, ein Multifunktionsraum („Toberaum“) für Kinder und weitere Flächen für gemeinsame Aktivitäten (Musik, Yoga, Werkstatt …). Selbst bei Fluren und Treppenhäusern fragen wir uns: Wie müssen die gestaltet sein, damit sie dazu einladen, auf einen Plausch stehenzubleiben?

    All das folgt einer klaren Haltung: Wir wollen Ressourcen teilen, Flächen sinnvoll nutzen und Räume schaffen, die sich mit den Menschen und ihren Lebensphasen verändern können.

    Gemeinschaft, die über das Haus hinaus geht: Wege, den Drubbel dabei zu unterstützen

    Der gemeinschaftliche Gedanke soll auch über die Hausgemeinschaft hinaus wirken. Wir wollen mit dem Viertel, Interessierten und Unterstützenden im Austausch sein und gemeinsam mit ihnen wachsen. Immer mehr Weichen sind für die Realisierung des Hauses in Richtung Zielgerade und dem legendären Spatenstich gestellt. Auch in dieser Phase und darüber hinaus sind wir auf der Suche nach Direktkreditgeber*innen oder investierenden Mitgliedern, um unser Projekt durch dieses Netzwerk auch in Zukunft auf ein solides und gemeinschaftliches Fundament stellen zu können. Aber nicht jede Form der Unterstützung hat mit Geld zu tun – und das ist uns sehr wichtig! Wenn ihr selbst kein Geld verleihen könnt – oder das bereits getan habt – helft ihr uns enorm, indem ihr von uns erzählt. Ebenso freuen wir uns über eure Ideen, kritischen Fragen, Impulse und konkreten Fähigkeiten – ob kreative Beiträge, organisatorisches Know-how, handwerkliche Erfahrung oder Lust, Dinge mitzugestalten. Und sobald es Richtung Baubeginn geht (hoffentlich ab dem Sommer), wird auch ganz praktische Unterstützung auf der Baustelle willkommen sein! Wolltet ihr vielleicht immer schon mal eine Trockenwand stellen?

    Wer Lust hat, uns persönlicher kennenzulernen, ist herzlich zu unseren Stammtischen eingeladen oder kann jederzeit ein individuelles Gespräch mit uns vereinbaren.

  • Drubbel Jahresrückblick 2025

    Drubbel Jahresrückblick 2025

    2025 war ein arbeitsintensives, freudiges und erfolgreiches Jahr für unser Vorhaben, in 2026 mit dem Bau unseres Mehrgenerationenhauses zu starten. Wir haben vieles erreicht: eine Genossenschaft gegründet, den Bauantrag gestellt, an vielen Infoständen mit zahlreichen Unterstützer*innen gesprochen und über Veranstaltungen, Radiobeiträge, unsere Kampagne 1000vontausend und einen Kinospot das Wohnprojekt in der Stadt bekannter gemacht. Durch die Zusammenarbeit mit der Stadt Münster wurde außerdem das Erbbaurecht von 60 auf 99 Jahre verlängert.

    Über das ganze Jahr hinweg gab es jeweils am zweiten Donnerstag im Monat die Gelegenheit, uns Drubbels beim Stammtisch im „Hier und Jetzt“ neben der Mensa am Aasee kennenzulernen. Interessierte, Unterstützer*innen und Drubbels waren bei Limo und Abendsnack im regen Austausch.

    Januar bis März

    Schon im Vorjahr hatten sich Strukturen in Form von Arbeitsgruppen (AGs) gefunden und eigene Arbeitsabläufe etabliert. Die Arbeiten dieser AGs zogen sich nun durch das ganze Jahr. Jede*r zukünftige erwachsene Hausbewohner*in war in 1-2 Arbeitsgruppen wöchentlich für mehrere Stunden eingebunden:

    Die AG Rechtsform arbeitete die nächsten 4 Monate intensiv an der Erstellung der Genossenschaftssatzung.

    Die AG Bau stand das ganze Jahr über im Kontakt mit Ingenieur*innen, dem Architekturbüro, einem Generalunternehmer und der Stadt Münster – um das Gebäude weiter zu entwickeln, behördliche Aufgaben zu erfüllen und die Bedürfnisse für gemeinschaftliches Wohnen der Gruppe zu bedenken.

    Die AG Kommunikation bereitete in einem Zeitraum von 6 Monaten (beginnend schon im Vorjahr) die Kampagne 1000vontausend vor. Dazu gehörten die Entwicklung von Flyern, einem Kinospot, die Neugestaltung unserer Website und einer, eigens für die Kampagne entworfenen, Landingpage.

    Die AG Finanzen führte Gespräche mit Banken, den zukünftigen Bewohner*innen, der Stadt Münster und rechnete immer wieder die Kosten durch.

    Die AG Gemeinschaft setzte sich mit Themen zur Kommunikation, der Konfliktbewältigung und dem „Eindrubbelprozess“ für neue zukünftige Bewohner*innen auseinander. Darüber hinaus kümmerte sie sich um die Stärkung der Gemeinschaft während der Plena, die alle 2 Wochen stattfanden, und schaffte die Voraussetzungen für unsere wunderbaren Gemeinschaftswochenenden, die wir zweimal im Jahr miteinander verbringen.

    Begleitet wurden insbesondere die AGs Bau und Finanzen, aber auch die gesamte Gruppe bei der Gemeinschaftsfindung, durch die Expertise vom Wohnbund (Verband zur Förderung wohnpolitischer Initiativen).

    April

    Wir haben einen großen Meilenstein erreicht: Die Genossenschaftssatzung wurde finalisiert! Es war uns gelungen die solidarischen Werte des Mietshäuser Syndikat darin aufgehen zu lassen. In Folge dessen konnte die Genossenschaft nun feierlich gegründet werden.

    Auf unserem ersten Gemeinschaftswochenende in diesem Jahr übten wir uns, im Rahmen eines Workshops, in gewaltfreier Kommunikation und verbrachten Zeit mit gemeinsamem Kochen, Singen, Klönen am Lagerfeuer und entspannten Spaziergängen. So stärken wir unsere Gemeinschaft bevor wir zusammenziehen.

    Mai

    Mit dem Sinnkongress gelang der Auftakt unserer Kampagne 1000vontausend. Von hier an standen wir jeden Freitag mit unserem Infostand auf dem Ökomarkt auf dem Domplatz. Dieser Ort sollte für Unterstützer*innen und Interessierte ein weiterer Anlaufpunkt werden, um mit uns ins Gespräch zu kommen und zu bleiben. Unser monatlicher Stammtisch soll ab hier außerdem durch einen ebenfalls monatlich stattfindenden Online-Infoabend ergänzt werden, bei dem wir ausführlich über unsere Finanzen sprechen und direkt auf Fragen antworten wollen.

    Unser selbstgedrehter Kinospot, mit dem wir weitreichend auf uns und unserer Kampagne aufmerksam machen wollen, hatte zudem sein Debüt im Cinema und soll dort die nächsten zwei Monate vor allen Vorstellungen zu sehen sein. Beim Dreh hatte uns der Medienservice des Bennohaus unterstützt.

    Zum Monatsende haben wir noch einen weiteren Meilenstein erreicht: Nach viel Arbeit und langen Vorbereitungen konnten wir endlich den Bauantrag stellen!

    Juni

    Die Straßenfestsaison startete mit dem 4tel Fest Mauritz-West: Von nun an sollten wir noch bei vielen weiteren Events mit unserem mobilen Infostand präsent sein, den wir im Vorjahr auf einen gebrauchten Carla Cargo Lastenanhänger für Fahrräder maßgeschneidert hatten – vom ersten Entwurf, über die konkrete Konstruktion, bis zur handwerklichen Umsetzung sind damals alle Arbeitsschritte innerhalb unserer Gruppe abgelaufen.
    Wie haben unzählige Flyer verteilt und viele wertvolle Gespräche führen dürfen.

    Beim offenen Wohnprojektetag der Stadt Münster luden wir zukünftige Nachbar*innen, Unterstützer*innen und Interessierte ein, am Baugrundstück gemütlich mit uns beisammenzusein – auch Vertreter*innen aus der Stadtverwaltung und Lokalpolitiker*innen schauten vorbei.

    Der WDR kam auch zu Besuch und hat parallel mit uns einen Fernsehbeitrag für die Lokalzeit Münsterland gedreht.

    Ein Auftritt im Fernsehen war uns aber nicht genug. Noch bevor die Sendung im folgenden Monat das erste Mal ausgestrahlt werden sollte, haben wir mit dem medienforum münster einen Radiobeitrag für den Bürgerfunk produziert, der unter dem Titel „Drubbel Wohnen – Wohnbauprojekt in Münster“ auf Antenne Münster zu hören sein sollte.
    Die Aufzeichnung gibt es in der NRWision Mediathek:

    Juli

    Nach einem weiteren Infostand beim Hansafest, sind wir beim Musikspaziergang im Rumphorstviertel, dem Anlass entsprechend, etwas musikalischer aufgetreten und haben einen kurzen Drubbel-Song zum Besten gegeben – aus eigener Feder, lustig, politisch und gemeinschaftlich.

    „Wir vom Drubbel wollen bauen, ein großes Haus und ohne Zaun, allein es fehlt noch Kapital und das ist nicht egal!“

    Die Aufnahme stammt wegen der besseren Bild- und Tonqualität von einem gemeinsamen und kreativen Wochenende später im Jahr, an dem wir verschiedene Inhalte passend für unsere Online-Formate produziert haben.

    August

    Der Drubbel Infostand auf dem Ökomarkt. Im Hintergrund bewegen sich Menschen über den Marktplatz und kaufen an den Marktständen ein. Im Vordergrund stehen Saskia und Michael vor dem Infostand, der auf einem umgebauten Fahrrad-Lastenanhänger montiert ist. Beide lächeln freundlich in die Kamera. Saskia hält einen der Drubbel-Flyer in ihren Händen und Michael hat eine Hand auf den Aufsteller gelegt. Der Aufsteller zeigt ein Plakat mit mehreren stilisierten Ansichten des geplanten Hauses, sowie einige Grundrisse.

    Auch in der „Sommerpause“ waren wir aktiv. Wir standen weiter jeden Freitag mit unserem Infostand auf dem Ökomarkt und dazu noch beim Familien-Umweltfest auf dem Hof lütke Jüdefeld. Unser Stammtisch und der Online-Infoabend haben ebenfalls wie gewohnt stattgefunden.

    September

    Drei Drubbels sitzen in einem Radiostudio. Sie tragen Kopfhörer, vor sich einen Tisch mit mehreren Mikrofonen.

    Es folgte ein intensiver September: Zusätzlich zum monatlichen Stammtisch und wöchentlichen Infostand auf dem Ökomarkt, waren wir auch beim Markt der Möglichkeiten (im Rahmen der Tage der Nachhaltigkeit), Gemeindefest Thomas Morus, B-Side Festival und Park(ing) Day mit unserem Infostand anzutreffen. Zudem hatten wir noch einen Infoabend im Pfarrheim St. Joseph.

    Passend zu diesem Infostand-Marathon hat unser Infostand noch eine neue, repräsentative Verkleidung erhalten:

    Zum bereits monatlich stattfindenden Stammtisch und Online-Infoabend kam außerdem noch ein weiterer monatlicher Termin hinzu: Das neue Wohnprojekte Radio! Aus unserem allein stehenden Versuch eines Radiobeitrags im Juni wird ein festes Format – weiterhin produziert mit dem medienforum münster und ab jetzt jeden 3. Freitag im Monat im Bürgerfunk auf Antenne Münster zu hören.

    Diesen Monat im Wohnprojekte Radio:

    Drubbel Wohnen eG – Teil 1:
    Wie finanziert sich der Drubbel?

    Oktober

    Im Vordergrund werden zwei Gläser angestoßen. Das linke Glas – ein leicht bauchiges Weinglas – ist dabei mit Sekt gefüllt und das rechte Glas – ein niedrigeres, aber dezent bauchigeres Wasserglas mit Stil – ist mit Orangensaft gefüllt. Im Hintergrund sind noch zwei Menschen zu erkennen, die jedoch durch die Unschärfe nahezu unkenntlich erscheinen. Verschwomme Spiegelungen in den Gläsern hinterlassen einen vagen Eindruck der Umgebung: Ein Innenraum mit einem Fenster im Rücken der Kamera, vielleicht eine handvoll Menschen und etwas, was ein Bild an einer Wand zu ähneln scheint.

    Ein weiterer Meilenstein: Unsere Genossenschaft Drubbel Wohnen eG i.G. (in Gründung) wurde durch den Prüfungsverband der kleinen und mittelständischen Genossenschaften e.V. (PkmG) anerkannt! Damit sind wir nun offiziell eine eingetragene Genossenschaft (eG) und können auf den Zusatz i.G. verzichten. Die anerkannte Drubbel Wohnen eG haben wir gebührend gefeiert!

    Unser Kinospot lief noch einmal zwei Wochen lang im Cinema, um uns weiterhin bekannt zu machen und Menschen als investierende Mitglieder oder Darlehensgeber*innen zu gewinnen. Denn um das Projekt mit kostengünstigen Mieten realisieren zu können, benötigen wir viele, die unser Eigenkapital unterstützen und vergrößern.

    Unser zweites Gemeinschaftswochenende in diesem Jahr stand unter dem Motto „Ernte einfahren“. Wir blickten zusammen zurück auf die letzten Monate, unser eigenes persönliches Wachstum und das der Gruppe.

    Diesen Monat im Wohnprojekte Radio:

    Drubbel Wohnen eG – Teil 2:
    Was motiviert Menschen im Drubbel und wie sind sie organisiert?

    November

    In der Mitte steht eine Person mit Wunderkerzen in jeder Hand. Durch eine extra lange Belichtungszeit zeichnen die Wunderkerzen eine Lichtspur vor ihr in die Luft. Zwei große, einander zugewandte Bs sind zu erkennen. Die Person trägt eine dunkle Mütze, einen mit großen, bunten Rechtecken gemusterten Pullover und eine blaue Jeans. Sie ist nur unscharf zu erkennen und ihre Arme scheinen sich in der Bewegung zu verlieren. Um sie herum scheinen eine weitere Wunderkerze und eine Art blaues Licht sich überlappende Kreise andeuten zu wollen. Das BB-Logo des Drubbel lässt sich erahnen. Eine zweite Person, die diese Kreise zeichnet lässt sich nicht erkennen. Jedoch lässt sich im Hintergrund eine vage Erscheinung ausmachen, die vielleicht von einem menschlichen Gesicht her­rüh­ren könnte. Die Umgebung wirkt durch die Nacht und den starken Kontast fast tief schwarz.

    Wir bündelten noch einmal unsere Ressourcen, warben um neue Mitglieder für freie Wohnungen und hatten unseren letzten Infostand des Jahres wie gewohnt auf dem Adventsbasar in der Freien Waldorfschule Münster.
    Auch unseren Kinospot haben wir noch ein letztes Mal in diesem Jahr für zwei weitere Wochen im Cinema zeigen lassen.

    Diesen Monat im Wohnprojekte Radio:

    Miteinander zu Hause:
    Grafschaft 31 und Drubbel

    Dezember

    Wir feiern uns und was wir 2025 erreicht haben!

    Am 10.12. haben wir uns, gemeinsam mit anderen alternativen Wohnprojekten in Münster, noch bei einer Info- & Diskussionsveranstaltung in der Baracke vorgestellt, um mit den Anwesenden über selbstverwaltetes Wohnen zu diskutieren – frei nach dem Motto: Die Häuser denen die drin wohnen!
    Mit von der Partie: Grafschaft 31, Grüner Weiler und WIG/WAM

    Am 15.12. erreichte uns noch die frohe Nachricht, dass die Drubbel Wohnen eG nun beim Registergericht eingetragen ist. Damit sind wir endlich eine rechtskräftig anerkannte Genossenschaft!

    Die aktuelle Sendung des Wohnprojekte Radio ging am 19.12. auf Sendung und wird in den nächsten Wochen auch in der NRWision Mediathek verfügbar werden.

    Es geht weiter

    Wir hatten also ein intensives wie auch erfolgreiches Jahr 2025 und möchten uns ausdrücklich und von ganzem Herzen bei allen bedanken, die uns bis hierhin unterstützt haben!

    Das kommende Jahr wird nicht weniger intensiv, wenn wir wie geplant mit dem Bau unseres Hauses beginnen wollen und genauso sind wir auch weiterhin auf Deine Unterstützung angewiesen. Schau dir also gerne unsere Seite zum Thema Unterstützung einmal genauer an, nimm direkt Kontakt zu uns auf, oder besuch‘ uns im neuen Jahr bei einer von vielen Gelegenheiten, die wir wie gewohnt zeitnah unter Events bekanntgeben werden.

    In jedem Fall wünschen wir Dir und allen Anderen einen wohltuenden Ausklang dieses Jahres und einen gelungenen Wechsel ins Nächste!

    Ein Gruppenfoto der Drubbels – Menschen mit fröhlichen Gesichtern und winkenden Armen.
  • Die Stadt, die uns gehört

    Die Stadt, die uns gehört

    Am Sonntag (31.08.2025) hatte der Kulturverein Frauenstraße 24 in sein „Wohnzimmer“, die Frauenstraße 24, zur Aktionskonferenz „Wohnen in Münster“ eingeladen.

    Initiativen, Bündnisse, Projekte, Vereine und Interessierte, die sich wohnungspolitisch in Münster engagieren, also auch wir Drubbels, einigten sich als erstes darauf, dass die Forderungen des Kulturvereins Frauenstraße 24 zur letzten Kommunalwahl 2021 nichts an Aktualität verloren haben. Leider!

    Es geht weiterhin in Münster und anderswo um das Grundrecht auf Wohnen, um bezahlbare und sichere Mieten und um Mieter*innenschutz! Neben uns Drubbels waren noch Mitglieder der C-Side, von WIGWAM, vom Grünen Weiler und vom BUND mit am Tisch.

    Nach regem, engagiertem Austausch einigten wir uns auf erste Schritte:

    • Vernetzung ist uns wichtig und soll ausgebaut werden.
    • In Anlehnung an die Zielsetzungen und Aufgaben von Betriebs- und Personalräten schaffen wir in Münster einen „Wohnungsrat Münster“, der sich eindeutig und parteilich für das Grundrecht auf Wohnen in Münster einsetzt.
    • In Arbeitsgruppen kann/soll ein Aktions- und Handlungsplan entwickelt werden, wie die Wohn- und Lebenssituation in Münster bis 2030 für alle(!) verbessert werden kann.
    • Die politische Stoßrichtung soll dahingehend geschärft werden, das Grundrecht auf Wohnen als Menschenrecht zu verstehen.
    • Jeden ersten Sonntag im Monat trifft sich der „Wohnungsrat Münster“ (Kulturverein Frauenstraße 24, C-Side, Drubbel, WIGWAM, BUND, Grüner Weiler und weitere Initiativen) um 11:00 Uhr, um diese Schritte weiter zu konkretisieren. Das nächste Mal am 05.10.2025 in der Frauenstraße 24.

    Wir sind gestärkt aus dem Treffen gegangen. Denn gemeinsam können wir auf der stadtpolitischen Ebene mit größerem Gewicht auftreten!

    Mieten gehen durch die Decke

    Am Mittwoch (3. September), just drei Tage nach unserem Treffen, titelte die Münstersche Zeitung (MZ): „Mieten gehen durch die Decke. NRW: In Köln, Münster, Düsseldorf und Bonn ist das Wohnen am teuersten.“

    Nach einer kleinen Anfrage der Linken gab die Bundesregierung laut MZ an, dass die Angebotsmieten in Münster seit 2014 um ganze 60 Prozent auf 13,81 Euro gestiegen seien. Der Bestand an Sozialwohnungen in NRW sei von 700.000 im Jahre 2007 auf aktuell 400.000 gesunken. Die Zahl der fertiggestellten Wohnungen sei im letzten Jahr auf 41.025 gesunken. In den Vorjahren seien es noch jeweils knapp 50.000 gewesen. (MZ, 3.09.2025, Titelseite)

    Es ist wirklich höchste Zeit zu handeln! Wir als Drubbel packen’s an, was die Politik versäumt hat!

    Wir schaffen 21 neue Wohnungen für die Stadt Münster – 14 davon Sozialwohnungen.

  • Gemeinsam, nicht einsam

    Gemeinsam, nicht einsam

    Alleinsein ist statistisch gesehen „trendy“. Es hat sowohl Vor- als auch Nachteile. Wir Drubbels versuchen, die Vorteile zu behalten und die Nachteile zu entschärfen.

    Wer sich wie wir für gesellschaftliche Themen interessiert, ist vielleicht schon über zwei Veröffentlichungen bei tagesschau.de gestossen:

    Wir Drubbels sind Individuen, die sich zusammengefunden haben. Wir legen großen Wert auf persönliche Freiheit. Und wir teilen gemeinsame Werte. So entstand eine Gemeinschaft auf die wir stolz sind und die wir sehr hoch schätzen. Im Großen und Ganzen sind unsere einzelnen Freiheiten prima mit der Gemeinschaft in Einklang zu bringen. Beispielsweise teilen wir die Idee, gerne frei von Konsumwahn zu sein.

    Interessant wird das Verhältnis von Individuum und Gemeinschaft an den Stellen, wo sich aneinander gerieben wird, an den Stellen, wo keine Übereinstimmung da ist. Beispiel Waschmaschine: Wir sind uns einig, dass wir Waschmaschinen gemeinsam nutzen möchten. Aber welches Waschmittel verwenden wir? Der eine mag es so, die andere so. Was nun?
    Wir reden respektvoll und freundschaftlich miteinander und suchen im Gespräch einen Weg, bei dem alle mitgehen können. Unsere Erfahrungen aus den vergangenen zwei Jahren zeigen, dass dieses Prinzip sehr weit trägt.

    Zurück zum Thema Individualisierung: Früher war das enge beieinander Wohnen ein Anzeichen für prekäre Verhältnisse: Mietskasernen, Arbeiterviertel. Wir haben uns bewusst dafür entschieden, unseren Flächenverbrauch pro Kopf zu reduzieren, entgegen dem Trend zum Einfamilienhaus und dem wachsenden „Bedarf“ seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Bei uns hat jede*r persönlichen Freiraum und Rückzugsmöglichkeiten. Und – das ist der entscheidende Unterschied zum gesellschaftlichen Trend – bei uns ist niemand allein.

    Wir denken, dass dieses Konzept zukunftsträchtig ist: Ökologisch, ökonomisch und psychologisch.

  • Musikspaziergang, Eindrücke vom 19. Juli 2025

    Musikspaziergang, Eindrücke vom 19. Juli 2025

    Am Samstag, den 19. Juli 2025, fand der jährliche Musikspaziergang in Münster Rumphorst statt – organisiert durch den Rumphorstviertel e.V.

    Wir pflegen ein gutes Verhältnis zu unseren zukünftigen Nachbar*innen und haben uns deswegen mit Freude an ihrer Veranstaltung beteiligt. Die „fantastischen Sieben“ waren mit Gitarre und Gesang dabei. Highlight war ganz klar unser selbstgemachter Song „Zusammen“.

    Für alle, die nicht dabei sein konnten, haben wir ein paar Eindrücke gesammelt. Viel Spaß beim gucken!

  • Ein Haus für alle – und für immer

    Ein Haus für alle – und für immer

    Unser Interview mit dem WDR über ein Wohnprojekt, das anders denkt

    Letztens war es so weit: Wir durften unser Herzensprojekt „Drubbel“ im WDR vorstellen: Auf unserem Baugrundstück! Am Wohnprojektetag. Bezahlbarer Wohnraum, das wollte Hartmut Vollmari vom WDR thematisieren. Wie schaffen wir Wohnraum, der bezahlbar, solidarisch und zukunftsfähig ist? Klar, ein 3-Minutenbericht reißt es nur an, aber immerhin! Zudem wurde der Bericht nicht nur in den Lokalnachrichten, sondern auch landesweit ausgestrahlt. Ich war schon ziemlich aufgeregt, schaute immer in die Kamera. „Schau mich an, nicht in die Kamera“, so Hartmut. Von unserem ad-hoc-10-Minuten-Interview blieb am Ende nicht mehr so viel. Was normal ist. Mir war wichtig, dass wir viele Münsteraner*innen von unserer Kampagne „1000 von tausend“ überzeugen. Dass es sich für Münster lohnt mitzumachen.

    Wohnen ohne Rendite – dafür mit Sinn

    Unser Konzept ist ja einfach, aber radikal: Das Haus gehört sich selbst. Es wird nie verkauft, nie zur Geldanlage gemacht. Stattdessen wird hier dauerhaft und fair vermietet – ganz ohne Renditejagd. Denn wir finden: Wohnen ist ein Grundrecht, kein Geschäftsmodell. WIG/WAM, ein Münsteraner Wohnprojekt nach dem Modell des Mietshäuser Syndikat, war das zweite Wohnprojekt im Bericht, sie sitzen schon auf der Terrasse vor ihrem Haus. Hartmut wollte wissen, wann es bei uns so weit ist: in 2 Jahren!

    Die Finanzierung? Genossenschaftlich, solidarisch. Wir nehmen eigene Kredite auf – und bekommen Unterstützung von Menschen, die nicht bei uns wohnen, aber an unsere Idee glauben. Sie investieren nicht in Zinsen, sondern in eine bessere Wohnzukunft. Danke dafür an alle, die bereits mitmachen.

    Warum das Ganze?

    Weil der Wohnungsmarkt aus dem Ruder läuft. Weil wir nicht länger zuschauen wollen bei Eigenbedarfskündigungen und Mieterhöhungen. Weil wir glauben, dass es kreative, mutige Lösungen braucht. Unser Projekt zeigt: Es geht auch anders – gemeinsam, nachhaltig, menschlich.

    Was bleibt vom Interview?

    Ein gutes Gefühl. Hartmut Vollmari hat zugehört. Viele haben mich angesprochen. Sind neugierig geworden und möchten mehr mitbekommen. Wir merken: Wir sind nicht allein. Immer mehr Menschen suchen nach Alternativen zum klassischen Wohnen. Unser Projekt ist ein kleiner Baustein für ein großes Umdenken.

    Den Beitrag kannst du in der WDR Mediathek noch bis zum 10.07.2027 sehen.

  • Mit der Carla Cargo unterwegs auf dem Ökomarkt und bei weiteren Events im Juli!

    Mit der Carla Cargo unterwegs auf dem Ökomarkt und bei weiteren Events im Juli!

    Freitags sind wir auf dem ökologischen Bauernmarkt auf Münsters Domplatz anzutreffen. Es macht Spaß dort mit Menschen in den Austausch zu kommen: Über unsere Kampagne 1000vontausend, den im Mai eingereichten Bauantrag, warum wir solidarisch finanzieren und wie das funktioniert. Immer mehr Menschen lernen uns kennen. Wir haben im Juni über diese neuen Kontakte wieder neue Direktkredite und Genossenschaftsanteile zwischen 1.000 und 10.000 Euro eingeworben.

    Das freut uns! Wir bauen ein Haus nicht nur für uns, sondern auch für Interessierte und Freund*innen. Denn wir haben Gemeinschaftsräume, die offen sind für alle (Veranstaltungsraum, offene Fahrradwerkstatt, Küche für alle).

    Wenn du uns näher kennenlernen und mit uns ins Gespräch kommen möchtest, kannst du uns im Juli bei den folgenden Gelegenheiten treffen:

    • Ökomarkt auf dem Domplatz | jeden Freitag von 12:00 bis 17:00 Uhr
    • Hansafest – die Initiative Platanenpower und das Bennohaus laden ein! | Samstag 5. Juli von 14:00 bis 19:30 Uhr
    • Drubbel-Stammtisch im „HIER UND JETZT“ neben der Mensa am Aasee | Donnerstag 10. Juli ab 19:00 Uhr
    • Musikspaziergang im Rumphorstviertel – organisiert durch den Rumphorstviertel e.V. | Samstag 19. Juli um 14:15 Uhr auf unserem Baugrundstück am Rainer-Plein-Weg

    Im August wird es neben Stammtisch und Ökomarktinfostand auch wieder einen Online-Infoabend zu finanziellen Fragen geben.

    Alle Veranstaltungen und nähere Infos findest du auch unter Events.

    Wir freuen uns auf deinen Besuch!

  • Drubbel beim Münstercamp

    Drubbel beim Münstercamp

    Das Münstercamp stand bei einigen von uns schon länger auf der Wunschliste als ansprechender Termin fürs Impulsgeben und -sammeln. Also haben wir uns dieses Jahr kurzerhand angemeldet, um vom Projekt zu erzählen und Austausch zu suchen.

    Aber erst einmal zum Münstercamp – was ist das eigentlich?

    Das Münstercamp ist ein Treffen für „Kreative, Selbstständige, Nerds, Pragmatiker*innen und Visionär*innen, Spinner*innen und Macher*innen“, das als Barcamp konzipiert ist, das bedeutet, dass die Teilnehmenden die Themen selbst festlegen und der Tagesplan als bunter Blumenstrauß von Sessions spontan entsteht. Na, das passt doch und da brauchten wir Drubbels auch nicht lange überlegen, Themen haben wir parat.

    Die Zukunft des Wohnens

    Mit ein paar Vorüberlegungen haben wir dann einen kleinen Workshop angeboten, in dem die Teilnehmenden die eigenen Wohnerlebnisse und Wohnwünsche reflektiert haben und mehr über unser Wohnprojekt am Rainer-Plein-Weg in Münster erfahren haben. Unser Projekt stieß auf reges Interesse und so konnten wir unsere Idee von einer zukunftsfähigen Art des Wohnens über den Tag in vielen Gesprächen verbreiten. Wertvoll war für uns der Austausch mit den ganz verschiedenen Menschen, die alle mit Freude für ihre Themen und viel Offenheit für die Themen der anderen einen wunderbaren Tag mitgestaltet haben. Besonders im Gedächtnis geblieben sind uns der Austausch mit Constanze vom Südviertelhof und die Impulse von Andrea Hansen und Norbert Diedrich.

    Das Münstercamp hat uns Gelegenheit gegeben viele Perspektiven einzunehmen, andere Initiativen kennenzulernen und ein paar neue Ideen mitzunehmen. Danke dafür liebes Münstercamp 2025! Wir sehen uns hoffentlich im nächsten Jahr!

  • Tag des offenen Wohnprojekts 2025

    Tag des offenen Wohnprojekts 2025

    Es ist soweit: Im Rahmen des Wohnprojektetages der Stadt Münster rücken wir mit unserem Infostand „Carla“ und Sitzgelegenheiten auf dem Grundstück in Rumphorst an.

    Trotz der hohen Temperaturen lassen sich viele Interessierte nicht davon abhalten, vorbeizuschauen und sich über unser Wohnprojekt zu informieren. Bei Kaffee und Kuchen laden wir zum Verweilen ein, während sich angeregte Gespräche entwickeln. Besonders freuen wir uns über den Besuch von Anwohner*innen aus der Nachbarschaft, die neugierig sind, was hier in ihrer direkten Umgebung entstehen soll. Einige nutzen die Gelegenheit für persönliche Gespräche. Ein Nachbar bietet uns sogar direkt seine Unterstützung bei praktischen Arbeiten an – ein tolles Zeichen für den nachbarschaftlichen Zusammenhalt, den wir hier anstreben.

    Ein weiteres Highlight des Tages: Der WDR dreht für die „Aktuelle Stunde“. Der rund dreiminütige Beitrag wird am 10. Juli ausgestrahlt – wir sind schon sehr gespannt darauf, wie unser Projekt im Fernsehen vorgestellt wird!

    Insgesamt ist es ein gelungener Tag mit vielen interessanten Begegnungen, neuen Kontakten und motivierenden Eindrücken. Herzlichen Dank an alle, die da waren und den Tag so besonders gemacht haben! Wir freuen uns auf die nächsten Schritte und halten euch hier natürlich weiter auf dem Laufenden.

  • Drubbel beim SINN-Kongress – Austausch, Inspiration und der Blick auf gelebte Demokratie

    Drubbel beim SINN-Kongress – Austausch, Inspiration und der Blick auf gelebte Demokratie

    Anfang Mai waren wir mit unserem Wohnprojekt beim SINN-Kongress in der Halle Münsterland vertreten – gemeinsam mit vielen anderen tollen Initiativen, Unternehmen und Projekten, die sich für eine sozial und ökologisch gerechtere Zukunft in Münster und darüber hinaus einsetzen. Der Kongress stand ganz im Zeichen von Nachhaltigkeit, Gemeinwohl-Ökonomie, Vernetzung und unternehmerischer Verantwortung – Themen, die perfekt zu unserer Vision von gemeinschaftlichem, solidarischem Wohnen passen. Das Programm war vollgepackt mit tollen Workshops, Austauschformaten und Vorträgen.

    Unsere Kampagne „1000vontausend“ – sichtbar auf der Empore

    Auf der Empore im hellen Foyer präsentierten wir unser Projekt mit einem kleinen, aber einladenden Stand – inklusive Carla Cargo, unserem Lastenrad, das ab sofort im Rahmen unserer neuen Kampagne „1000vontausend“ im Einsatz ist. Damit wollen wir möglichst viele Menschen erreichen, die unser Projekt ideell oder finanziell unterstützen – und zeigen, dass gemeinschaftliches Wohnen mehr sein kann als ein Dach über dem Kopf.

    Vielfältiger Austausch – besonders mit jungen Menschen

    Wir haben uns riesig gefreut, so viele interessierte und offene Menschen kennenzulernen. Besonders zwischen den Vorträgen und Workshops kam es zu spannenden, unterstützenden Gesprächen – mit ganz unterschiedlichen Menschen, die Lust haben, Gesellschaft aktiv mitzugestalten. Es war inspirierend zu erleben, wie viele junge Besucher*innen den Wunsch nach einem anderen Leben äußerten: gemeinschaftlicher, fairer, nachhaltiger.

    Ein Vortrag, der hängen geblieben ist

    Einer der inhaltlichen Höhepunkte für uns war der Vortrag „Toxisch reich – Warum extremer Reichtum unsere Demokratie gefährdet“ mit Sebastian Klein. Die Verbindung zwischen ökonomischer Ungleichheit in Form von extremen Vermögen und demokratischer Erosion wurde dort eindrucksvoll deutlich gemacht – und hat uns noch einmal bestätigt, wie politisch das Thema Verteilungsgerechtigkeit, auch im Kontext von Wohnen, eigentlich ist. Wenn Menschen durch hohe Mieten, fehlende Teilhabemöglichkeiten oder prekäre Lebensverhältnisse aus gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen gedrängt werden, ist echte Demokratie nicht mehr möglich.

    Demokratie leben – im Kleinen wie im Großen

    Für uns als Wohnprojekt bedeutet das: Demokratie beginnt im Alltag. In unseren Plena entscheiden wir gemeinsam – nach dem Konsentprinzip. Wir nehmen uns Zeit für Diskussionen, lernen miteinander (und voneinander), zu streiten, zuzuhören und Entscheidungen auszuhandeln. Unser Ziel ist es, einen Raum zu schaffen, in dem Mitbestimmung und Solidarität nicht nur Worte, sondern gelebte Praxis sind. Der Kongress hat uns gezeigt: Wir sind nicht allein mit dieser Idee. Und er hat uns Mut gemacht, weiter an einer anderen Form des Zusammenlebens zu arbeiten – und dabei auch politische Verantwortung zu übernehmen.“

  • 1.000 von Tausend

    1.000 von Tausend

    Wenn uns tausend Menschen 1.000 Euro leihen, können wir unser Haus bauen! Sei du mit dabei! Investiere dein Geld in ein nachhaltiges, lokales und gemeinschaftsförderndes Projekt! Mit dieser Botschaft möchten wir in den nächsten Wochen auf uns und unser Projekt aufmerksam machen. Da wir unser Projekt solidarisch finanzieren, brauchen wir auch deine Unterstützung, damit das Haus gebaut werden kann. Es soll nicht nur ein Wohnort für uns, sondern ein Begegnungsort für alle sein!

    Bei uns können auch Menschen einziehen, die nicht viel auf der hohen Kante liegen haben, denn wir finanzieren solidarisch. Als zukünftige Mitbewohner*innen haben wir 1.000.000 Euro selbst zusammengetragen. Ergänzend zu unserem Eigenkapital unterstützen uns Menschen mit Kleinkrediten zwischen 1.000 und 10.000 Euro oder zeichnen Genossenschaftsanteile ab 1.000 Euro. Es sind schon einige zusammen gekommen. Aber davon brauchen wir noch mehr!

    Mit einer Investition trägst du aktiv dazu bei, dass in Münster bezahlbarer Wohnraum geschaffen wird, der für immer dem spekulativen Wohnungsmarkt entzogen sein wird. Wir möchten ein wohnpolitisches Zeichen setzten und mit dazu beitragen, dass der Mietspiegel insgesamt nur gemäßigt steigen wird. Und dafür brauchen wir jetzt dich und andere. Jeder solidarische Baustein zählt!

    Deshalb haben wir in den letzten Wochen unsere Kampagne „1.000 von Tausend“ vorbereitet: Flyer und Plakate entworfen, einen Videoclip gedreht, Infostände mit unserer CarlaCargo bei verschiedenen Veranstaltungen geplant und noch einiges mehr. Aktuell läuft unser kleiner Werbetrailer für vier Wochen im Cinema. Du kannst ihn dir aber auch hier auf der Startseite oder auf 1000vontausend.de anschauen.

    Wir freuen uns darauf mit dir in den Austausch zu kommen, bei einem unserer Infostände auf dem Ökomarkt, beim 4tel Fest, den Tagen der Nachhaltigkeit und weiteren Veranstaltungen. Du kannst uns immer am zweiten Donnerstag im Monat im „HIER UND JETZT“ am Aasee beim Stammtisch besuchen oder dich bei einem unserer Online-Infoabende über die genaueren Details zur Finanzierung informieren. Die Termine findest du hier.